Foto: Brot und Brötchen (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Einen Monat nach Einführung der Pflicht zur Bonausgabe im Einzelhandel reißt die Kritik daran nicht ab. "Die Bonpflicht ist eine Plage und sie muss jetzt endlich weg",

sagte Christian Dürr, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben). Er bezeichnete die Bonpflicht als "i-Tüpfelchen der ausufernden Bürokratie" in Deutschland.

Man müsse die kleinen Unternehmen, "die sich sowieso schon Tag für Tag mit einem massiven Verwaltungsaufwand rumschlagen müssen, vor absurden Ideen wie diesen schützen", so der FDP-Politiker weiter. "Sogar Frankreich hat es geschafft, die Zettelflut mit einem neuen Gesetz abzuschaffen", sagte Dürr. Erst am Donnerstag hatten in Frankreich die Abgeordneten der Nationalversammlung die dortige Bonpflicht massiv eingeschränkt.

Ein Gesetz gegen Verschwendung sieht vor, dass Händler ab September für Einkäufe bis zu zehn Euro Quittungen nur noch auf Wunsch ausstellen müssen. Ab 2022 gilt die Regel schließlich bei Beträgen bis zu 30 Euro. Der FDP-Fraktionsvize verwies auf einen Gesetzentwurf der FDP, mit dem die Bonpflicht für jeden Betrieb, der manipulationssichere Kassen einsetzt, auch in Deutschland sofort entfallen könne.

Dieser liege seit Wochen auf dem Tisch, doch insbesondere CDU und CSU weigerten sich, ihn auf die Tagesordnung des Bundestags zu setzen, sagte Dürr den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Union dürfe die Proteste der Betroffenen nicht weiter ignorieren.