Jens Spahn / Foto: DBT/Achim Melde

Wolfsburg (WB/resch) - Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) denkt nach Berichten unterschiedlicher Medien (Bild, Spiegel) womöglich über eine eigene Kanzlerkandidatur nach. Der Gesundheitsminister soll in den vergangenen Wochen mit verschiedenen einflussreichen CDU-Politikern seine künftige Rolle diskutiert haben, so die "Bild" (Freitagausgabe) unter Berufung auf "Parteikreise".

Spahn habe in verschiedenen Telefonaten gesagt, dass er über eine Kanzlerkandidatur auch dann nachdenke, wenn Armin Laschet den CDU-Vorsitz übernehmen sollte.

Spahn unterstützt Laschets Kandidatur für den Parteitag am 15. und 16. Januar.
Der Gesundheitsminister denke "sehr offen darüber nach, zu kandidieren und sagt das in Gesprächen auch ganz eindeutig", zitiert die "Bild" den Vorsitzenden eines CDU-Landesverbandes. "Jens Spahn hat mir gegenüber klargemacht, dass er für eine Kanzlerkandidatur offen ist, wenn seine Umfragewerte im März wesentlich besser sind als die von Laschet", so ein CDU-Landes-Fraktionschef gegenüber der "Bild".

Auf eine Anfrage der Bildzeitung an Spahn, ob Spahn in Telefonaten Chancen auf eine Kanzlerkandidatur sondiert habe, ließ der Gesundheitsminister laut Zeitung durch seinen Sprecher erklären: "Nein, das stimmt nicht. Der Minister tauscht sich ständig mit Parteimitgliedern aus. Dabei geht es selbstverständlich auch um die Stimmung vor dem Parteitag und das Werben für das Team mit Armin Laschet."