Quassim Muhammadi mit AKBC-Cheftrainer Antonino Spatola / Foto: AKBC

Einen Verbandsmeister-Titel, aber drei höchst streitbare Niederlagen gab es für den AKBC Wolfsburg bei den Box-Verbandsmeisterschaften in der Gifhorner Boxmühle am Wochenende
Wolfsburg (WB/AKBC Wolfsburg) - Den einzigen Titel sicherte sich aus AKBC-Sicht Quassim Muhammadi in der C-Klasse der Männer bis 58 Kilogramm. Und das, obwohl auch er das Ringgeviert umstritten mit 1:2-Punktrichterstimmen als Verlierer verließ.

Weil aber sein Gegner Robert Luta aus Schöningen mit zwei Kilo Übergewicht nach Gifhorn angereist war, durfte sich Muhammadi über den Titel freuen, der schon vorher festgestanden hatte. Das Urteil ärgerte AKBC-Cheftrainer Antonino Spatola hingegen maßlos. Für seinen Schützling, ein Flüchtling aus Afghanistan, freute er sich aber über eine gute Leistung: „Er ist erst seit einigen Monaten bei uns, hat in Gifhorn sehr stark geboxt – das ist eine tolle Geschichte.“

Weniger erfreut war der AKBC-Trainer nach den 1:2-Final-Niederlagen von Naike Ulrich (Kadettinnen bis 48 kg) gegen Ashanti Steinmetz (Heros Hannover) und Youngster Raphael Weger (Junioren bis 58 kg) gegen Eren Melek aus Nienburg. „Ich muss es ganz deutlich sagen: Diese Kampfrichter-Urteile waren einfach nicht gerecht“, so der AKBC-Coach, der keine Probleme hatte, die Niederlagen seiner Schützlinge Tony Aldemir (Kadetten bis 46 kg) gegen Davin Yurtseven (BSA Hannover) und Max Willmann (Schüler bis 44 kg) gegen Firat Aydin (Heros Salzgitter) einzugestehen: „Diese Urteile waren gerecht.“

Den einzigen Wolfsburger Sieg im Ring holte in Gifhorn somit Kaled Hassouni (Junioren bis 64 kg) gegen Tom Niemann (BC Tigers Salzgitter), für den es allerdings erst das Halbfinale war. Er kämpft wie seine AKBC-Kollegen Issa Majid (Kadetten bis 60 kg), Nasdirin Hassouni (Junioren bis 54 kg) und Louisa Neumann (Juniorinnen bis 70 kg) am kommenden Samstag in Peine um Gold auf Verbandsebene.