Dr. Mark Benecke (2.v.l.) informierte sich bei seinem Besuch über die Sammlungs- und Forschungsaktivitäten der DSMZ / Foto: DSMZ

Weltberühmter Kriminalbiologe besucht den Gral der Mikroben in Braunschweig
Braunschweig (WB/Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen) -  Am gestrigen Dienstag (16. Juni 2020) besuchte der Kölner Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke von 15 Uhr bis 19 Uhr das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH auf dem Science Campus Braunschweig-Süd. Der Spezialist für forensische Entomologie (Insektenkunde) ist seit vielen Jahren in Kontakt mit den Forschenden der weltweit vielfältigsten und umfangreichsten Sammlung von Bioressourcen.

Erster Anknüpfungspunkt für Gespräche war damals ein grünes Leichen-Bakterium. In Braunschweig ist Dr. Benecke vor allem seit dem Mordfall des Pastors Klaus Geyer
bekannt, an dessen Lösung er maßgeblich beteiligt war.

In Gesprächen mit Prof. Dr. Jörg Overmann (Wissenschaftlicher Direktor), Prof. Dr. Yvonne Mast (Abteilungsleiterin Bioressourcen für Bioökonomie und Gesundheitsforschung), Prof. Dr. Laura Steenpaß (Abteilungsleiterin Menschliche und Tierische Zellkulturen), Dr. Wilhelm Dirks (Gruppenleiter Genotypisierung) und Dr. Felizitas Bajerski (Gruppenleiterin Patent- und Sicherheitshinterlegung) informierte sich Mark Benecke über die Sammlungs- und Forschungsaktivitäten der DSMZ.

Ein Gesprächspunkt während des Besuches war unter anderem die Problematik der Cross-Kontamination, die sowohl die Forensik als auch die Mikrobiologie beschäftigt. Dabei werden Proben wie Bakterien durch andere Bakterien verunreinigt. Die Forschenden loteten schließlich auch zukünftige Möglichkeiten der Zusammenarbeit aus.

 

Über das Leibniz-Institut DSMZ
Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologische Ressourcen (Bakterien, Archaeen, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist als gemeinnützig anerkannt, die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 73.000 Kulturen sowie Biomaterialien und hat 198 Mitarbeiter. www.dsmz.de