Impfung / Foto: Katja Fuhlert/Pixabay

Wolfsburg (WB/Senioren-Union der CDU) - Über Antworten zu diesen wichtigen Fragen werden aktuell nicht nur die Betroffenen der Altersgruppe über 80, sondern auch betreuende Angehörige weitgehend im Unklaren gelassen.

„Wir dürfen unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger mit den Schwierigkeiten beim Anmelden eines Impftermins nicht allein lassen“, mahnt der Bundesvorsitzende der Senioren-Union, Prof. Dr. Otto Wulff. „Viele dieser Menschen können sich nicht selbst im Internet um einen Termin kümmern oder scheitern in telefonischen Warteschleifen und an technischen Schwierigkeiten.“

Vorbildlich seien z.B. Länder wie NRW, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und der Freistaat Bayern, die den betreffenden Personenkreis persönlich anschreiben und wenigstens über die Anmeldemodalitäten aufklären.

Jede Stadt, jede Gemeinde, jeder Landkreis kennt die Altersstruktur seiner Bewohner, da muss eine solche Information an eine bestimmte Zielgruppe einfach möglich sein. „Bei Wahlen erhält doch auch jeder Bürger eine Wahlbenachrichtigung, wann er wo wählen kann. Und das soll bei Corona nicht gehen?“, fragt Wulff und kritisiert das „totale Durcheinander“ in vielen Regionen. „Es wäre ein Armutszeugnis, sollte es so weit kommen, dass wir als Senioren-Union als ‚Selbsthilfegruppe‘ vor Ort Unterstützung anbieten müssen, weil Kommunen und Kassenärztliche Vereinigungen keine praktikablen Hilfsangebote machen.“

Die Polizei warne bereits vor falschen telefonischen Angeboten zu Hausbesuchen und angeblichen Impfterminen. Dies zeige, wie kriminelle Elemente versuchen, entstandene Unsicherheit auszunutzen, um Zugang zu Wohnungen von Senioren zu erlangen.