Häuserbauen für 9,35 Euro pro Stunde? – „Nein“, sagt die IG BAU. / Fotomontage: IG Bau

Bei den 580 Bauarbeitern in Wolfsburg droht 10-Euro-Lohn-Lücke
Arbeitgeber von Handwerk und Industrie müssen Bau-Mindestlöhnen rasch zustimmen
Wolfsburg (WB/Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt Bezirksverband Nord-Ost-Niedersachsen) - Bei den 580 Bauarbeitern in Wolfsburg droht 10-Euro-Lohn-Lücke Handwerk und Bauindustrie in Niedersachsen sollen Druck auf Bundes-Spitze machen.

Zwei Bauarbeiter, die gleiche Arbeit – und trotzdem zwei unterschiedliche Löhne: Gut 10 Euro könnten die Löhne pro Stunde auf den Baustellen in Wolfsburg bald auseinandergehen. Denn Bauarbeiter, die keinen Tariflohn bekommen, müssen jetzt sogar um ihren Branchen-Mindestlohn bangen. Das teilt die IG BAU Nord-Ost- Niedersachsen mit. Betroffen davon könnte ein Großteil der rund 580 Bauarbeiter in
Wolfsburg sein.

Häuserbauen für 9,35 Euro pro Stunde? – „Nein“, sagt die IG BAU. DasHäuserbauen für 9,35 Euro pro Stunde? – „Nein“, sagt die IG BAU. Daskommt für die Bau-Gewerkschaft nicht in Frage: „Wer den harten Job aufdem Bau macht, hat mehr verdient als einen Niedriglohn.“ Bauindustrie undBauhandwerk müssen sich jetzt allerdings beeilen, um genau das zuverhindern. „Die Arbeitgeber sind am Zug, höheren Mindestlöhnen auf demBau zuzustimmen. Sie sollten keinen ‚Lohn-Kamikaze-Kurs‘ wagen“, warntdie Bau-Gewerkschaft.

„Bauhandwerk und Bauindustrie müssen jetzt das tun, was die IG BAU schon gemacht hat: Die Arbeitgeber müssen nämlich einem Schlichterspruch und damit neuen Bau-
Mindestlöhnen zustimmen. Passiert das nicht, droht dem Bau in Wolfsburg schlimmstenfalls der gesetzliche Mindestlohn von 9,35 Euro pro Stunde als unterste
Verdienstgrenze. Jetzt hängt alles am seidenen Faden der Arbeitgeber“, sagt IG BAUBezirksvorsitzender Dieter Großmann.