Kind schwimmt / Foto:adrit1/Pixabay.

Viel Lärm im Sportausschuß
Wolfsburg (WB/resch) - In den sozialen Medien schlagen die Wellen schon lange hoch, weil verschiedene Szenarien der Schließung von Bädern heiß diskutiert werden.

Die Idee, Bäder in Wolfsburg zu schließen, ist aus der permanenten Geldnot geboren. Tatsächlich hat die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) ein Gutachten mit vielen unterschiedlichen Empfehlungen erstellt, um in den nächsten Jahren Geld zu sparen.

Im Rahmen dieser Vorschläge war die Rede von einer „Schließung der meist defizitären Bäder Sandkamp und Hehlingen“. Das Lehrschwimmbecken Heiligendorf stand ebenfalls auf der Liste. Seitens der Stadtverwaltung wurden diese Ideen bzw. Vorschläge jedoch bereits recht deutlich abgemildert. Für das Hallenbad Sandkamp wird nur von einer Schließung im Sommer gesprochen. Kursangebote in der Sommersaison sollen dann nach Heiligendorf ausweichen. Nun fragt sich sicher der eine oder andere, warum ausgerechnet das Bad, welches erst 2016 mit großem Aufwand saniert wurde im Sommer dicht bleiben soll. Da spielen definitiv auch die bereits fest geplanten Kurse und Belegungspläne der unterschiedlichen Nutzer eine Rolle. Viele der Gruppenbesucher in Heiligendorf können das Schwimmbecken zu Fuß erreichen, das macht einiges einfacher händelbar. Das Heiligendorfer Schwimmbecken hat bekanntermaßen erheblichen Sanierungsbedarf, was die Situation zusätzlich verschärft. Die Tatsache, dass bei einer Schließung von Sandkamp während des Sommers wesentlich mehr Geld eingespart würde, spielt bei der Entscheidung eher dort eine Betriebspause einzulegen natürlich eine gewichtige Rolle. Auch im BadeLand wird darüber nachgedacht, wie noch mehr Kindern Schwimmunterricht erteilt werden kann.

Fakt ist, dass die Vorschläge von KGSt und Verwaltung jetzt erst einmal in den Fachausschüssen diskutiert werden. Im März wird dann der Rat der Stadt die Entscheidung treffen, welche der vorgeschlagenen Maßnahmen letztlich umgesetzt werden. Ganz ohne, sicherlich teilweise auch schmerzliche Einschnitte, wird es allerdings nicht gehen.
Dabei sollte jedoch nicht aus dem Auge verloren werden, dass Bäder nun mal per se ein Zuschußgeschäft sind und bereits jetzt maximal die Hälfte der Schulkinder richtig schwimmen kann. Dieser Zustand wird durch zusätzliche Schließungen sicher nicht besser. Wobei man ebenfalls an die Eltern appelieren muss, auch privat jede Möglichkeit zu nutzen, ihren Kindern das Schwimmen zu lernen bzw. sie dabei nach Kräften zu unterstützen.