Ostfalia Hochschule erhält Stiftungsprofessur Radverkehr von Bundesminister Andreas Scheuer. / Foto: BMVI

Wolfsburg (WB/Ostfalia) - Dem Mobilitätsmanagement kommt bei der Verkehrswende eine entscheidende Bedeutung zu. Deshalb wird an deutschen Hochschulen auch der Radverkehr zunehmend ein Thema sein. Unterstützung gibt es von Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, durch das Förderprogramm „Stiftungsprofessuren Radverkehr“. 

Beworben hat sich u.a. die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften – und mit ihrem Antrag überzeugt. Zum Wintersemester 2020/2021 wird die Ostfalia die Stiftungsprofessur Radverkehrsmanagement am Institut für Verkehrsmanagement der Fakultät Verkehr-Sport-Tourismus-Medien am Hochschulstandort Salzgitter einrichten.

Die Förderzusage wurde von Bundesminister Andreas Scheuer am Donnerstag, den 6. Februar, in Berlin an insgesamt sieben Hochschulen offiziell erteilt, darunter die Ostfalia Hochschule. „Wir stärken Radfahrern den Rücken! Radverkehr muss als gleichberechtigtes Verkehrsmittel von Anfang an mitgedacht werden - sei es in der Gesetzgebung, in der Verkehrsplanung oder in der Innovationsforschung. Deshalb fördern wir den Radverkehr jetzt als Uni-Fach. Wir stellen den Radfahrern Verbündete an die Seite, die ihr Know-How in Zukunft gezielt vor Ort und in den Städten und Kommunen einsetzen können. So geben wir den Radfahrern eine starke Stimme und machen den Umstieg aufs Rad noch attraktiver“, so Bundesminister Scheuer.

Björn Thümler, Minister für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen gratuliert: „Nachhaltige Mobilität spielt im Fahrradland Niedersachsen eine herausgehobene Rolle. Bei Themen der Mobilität oder etwa der Verkehrsplanung steht noch immer meist das Auto im Mittelpunkt. Es liegt auf der Hand, das Fahrrad als klimafreundliches Verkehrsmittel deutlich stärker in den Fokus zu nehmen. Daher begrüße ich es sehr, dass die Ostfalia Hochschule für die Fakultät Verkehr-Sport-Tourismus-Medien am Standort Salzgitter sehr erfolgreich eine eigene Professur für Radverkehrsthemen einwerben konnte und diese auch dauerhaft weiterführt. Das Thema Radverkehrsmanagement wird sicherlich viele junge Menschen dazu motivieren, ein zukunftsträchtiges Studium in diesem Bereich aufzunehmen.“

Auch der niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Dr. Bernd Althusmann, begrüßt die erfolgreiche Bewerbung der Ostfalia: „Wir wollen den Radverkehr stärken. Dazu gehören auch eine starke Wissensbasis und eine gute Forschung. Daher habe ich die Bewerbung der Ostfalia schon frühzeitig unterstützt – dass sie jetzt erfolgreich gewesen ist, freut mich besonders. Ich gehe davon aus, dass die neue Professur „Radverkehrsmanagement“ motivierte, junge Menschen überzeugt, ihr Studium an der Ostfalia zu beginnen und ihr Wissen anschließend bei uns in Niedersachsen umzusetzen. So wird der Radverkehr als immer wichtiger werdende Mobilitätsoption gefördert. Schon heute werden in Niedersachsen so viele Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt wie in keinem anderen Flächenland. Diese Position möchten wir halten und den Radverkehr in Niedersachsen weiter voranbringen.“

Für die Stiftungsprofessuren konnten sich beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Universitäten und Fachhochschulen u.a. aus den Fachrichtungen Ökonomie, Verkehrsplanung, Technik und Digitalisierung bewerben. Die Förderung umfasst bis zu 400.000 Euro jährlich pro Professur. Dekan Prof. Dr. Heinz-Dieter Quack zur Förderzusage: „Es ist uns eine Freude, nun auch Radverkehrs-Fachkräfte für Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft am Hochschulstandort Salzgitter der Ostfalia auszubilden.“

Prof. Dr. Gert Bikker, Vizepräsident der Ostfalia, reiste zur Übergabe nach Berlin ins Bundesministerium (BMVI) in Begleitung von Prof. Dr. Thomas M. Cerbe vom Institut für Verkehrsmanagement der Ostfalia. „Unsere Stärke ist unter anderem die Bündelung unserer Kompetenzen. Die Stiftungsprofessur wird an der Ostfalia fachübergreifend tätig sein, sowohl in den Bereichen Verkehr und Logistik als auch in den Bereichen Sport, Tourismus und Medien sowie im Studiengang Stadt- und Regionalmanagement“, unterstreicht Vizepräsident Bikker.

Und Professor Cerbe erklärt: „Ziel ist, die Mobilität unter dem Anspruch einer verminderten Umweltbelastung zu sichern. Technische Entwicklungen und Verbesserungen der Infrastruktur sind eine notwendige Voraussetzung, werden aber allein nicht ausreichen. Insbesondere hilft hier das Mobilitätsmanagement als Instrument zur Beeinflussung der Nachfrage im Personenverkehr. Am Campus Salzgitter ist hierzu ein Masterstudiengang Mobilitätsmanagement in Planung. Durch die neue Professur und den Masterstudiengang können wir die Potenziale des Radverkehrs in der Region und in Deutschland unter Einbeziehung unserer zahlreichen Partner dauerhaft erschließen.“

Die neue Professur für Radverkehrsmanagement ist bereits ausgeschrieben. Bewerbungen sind noch bis zum 13.02.2020 möglich.

Folgende Hochschulen erhalten eine Förderung des BMVI:

• Bergische Universität Wuppertal
• Hochschule Technik und Wirtschaft Karlsruhe
• Hochschule RheinMain Wiesbaden
• Frankfurt University of Applied Sciences
• Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel
• Technische Hochschule Wildau
• Universität Kassel