Andrej Hunko und Diether Dehm im Mitmachbüro der Linken Wolfsburg / Foto: Die Linken

Wolfsburg (WB/Die Linken) - Aus Berlin waren die beiden Bundestagsabgeordneten der Fraktion die Linke Andrej Hunko und Diether Dehm zu Besuch bei den Wolfsburger LINKEN. Sie sprachen vor vollbesetztem Raum mit den Zuhörer*innen über die Situation in Russland und der Ukraine. Hunko lehnt das 2 % Aufrüstungsziel, das Trump und die NATO einst locker vereinbart haben, vollkommen ab. Das sind mindestens weitere 30 Milliarden Euro, die im zivilen Bereich fehlen, so bei Schulen und Kitas, sozialem Wohnungsbau, Krankenhäusern und öffentlichem Nahverkehr.

Ein Weiterer Punkt der Diskussion war das Manöver Defender 2020, welches momentan auch in Niedersachsen geplant wird und bei dem über 60 Tausend Soldaten mit Kriegsmaschinerie, Panzern und Logistik durch das Land Richtung Polen geschafft werden sollen. "Mit der deutschen Wiedervereinigung" so Hunko, "ist vor 30 Jahren, völlig ausgeschlossen worden, dass sich die NATO-Truppen an die russischen Grenzen schieben." Hunko rief die Friedensbewegung zur Mobilisierung gegen das Defender2020 Manöver der USA im Mai auf. "Die Veranstaltung ist ein Panzer-Aufmarsch gegen Russland". Die Linke stellt sich gegen diesen Aufmarsch und beteiligt sich an Aktionen gegen dieses Manöver.

Unter der Moderation der Vorsitzenden der Kreispartei Anne Zimmermann kamen viele Fragen auf die beiden Referenten zu, die sie gerne und profund beantworteten. Nach gut zwei Stunden sind sie wieder Richtung Berlin gestartet um am nächsten Tag an den Sitzungen des Deutschen Bundestages teilzunehmen.