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Wolfsburg (WB/AWO-Bezirksverband Braunschweig e. V.) - Im AWO-Wohn- und Pflegeheim Goethestraße in Wolfsburg ist post mortem ein Bewohner (86 Jahre) positiv auf Corona getestet worden. „Wir müssen leider feststellen, dass selbst unser frühzeitiges und weitreichendes Handeln keine Garantie für einen vollständigen Schutz bieten konnte und das Virus tragischerweise in der Wolfsburger Einrichtung nachgewiesen wurde. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen des verstorbenen Bewohners“, sagt Rifat Fersahoglu-Weber, Vorstandsvorsitzender des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig.

„Der Bewohner des AWO-Wohn- und Pflegeheims zeigt zuvor keinerlei Symptome“, führt Fersahoglu-Weber aus. Der AWO-Bezirksverband Braunschweig hat die schon immer umfassenden Hygienemaßnahmen in allen Arbeitsbereichen, die Betretungs- und Besuchsverbote und die Schutzmaßnahmen für Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch für Mitarbeitende aufrechterhalten und frühzeitig verschärft.

Im AWO-Wohn- und Pflegeheim Goethestraße leben 140 Menschen in 94 Einzel- und 23 Doppelzimmern.

Heute wurden Tests bei den Bewohnerinnen und Bewohnern des Wohnbereichs in dem der verstorbenen Bewohner lebte und von den dort tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern genommen. Mit den Testergebnissen ist am Dienstag zu rechnen. Die Einrichtung unterrichtet heute ebenfalls die Angehörigen der Bewohner über die aktuellen Entwicklungen.

In enger Absprache mit dem Krisenstab der Stadt Wolfsburg und dem städtischen Gesundheitsamt wurde vereinbart, die gesamte Einrichtung unter Quarantäne zu stellen. Die Gesundheits- und Sozialdezernentin des Stadt Wolfsburg Monika Müller: „Die AWO hat sehr schnell reagiert, uns kontaktiert und umfassende Maßnahmen eingeleitet. Wo sich der verstorbene Bewohner infiziert hat, kann nach Auskunft des Heims derzeit nicht nachvollzogen werden, so dass es nun vorsorglich Maßnahmen trifft, um möglichst alle Bewohner und Mitarbeitende zu schützen. Als Stadt unterstützen wir die AWO selbstverständlich bei allen erforderlichen Schritten, denn die Eindämmung des Coronavirus gelingt nur gemeinsam und mit größtmöglicher Transparenz.“

„Wir tun alles dafür unsere Bewohnerinnen und Bewohner und unsere Mitarbeitenden zu schützen.“, sagt Rifat Fersahoglu-Weber. „Ein besonderer Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen in der Einrichtung, die über das normale Maß hinaus für die Bewohnerinnen und Bewohner da sind und unter erheblichen Druck und mit den erweiterten Schutzmaßnahmen ihre Arbeit professionell fortsetzen.“