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Wolfsburg (WB/Stadt Wolfsburg) - Nachdem nahezu alle Patienten und die Kontaktpersonen der infizierten Beschäftigten des Klinikums Wolfsburg auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet wurden, liegen am Montagabend, 30. März, Ergebnisse für rund die Hälfte der Tests vor. Nur ein geringer Teil ist positiv. Das betroffene Personal ist nun in häuslicher Quarantäne.

Bis die ausstehenden Testergebnisse vorliegen, kann noch keine endgültige Entscheidung getroffen werden, wie der Betrieb weiterlaufen kann. Diese werden am Dienstag erwartet.

"Nach den heutigen Ergebnissen sind wir zuversichtlich, dass das Klinikum - sobald wir ein vollständiges Bild haben - den Wolfsburgerinnen und Wolfsburgern ab Mittwoch wieder wie vorher zur Verfügung steht", so Oberbürgermeister Klaus Mohrs.

Zur Sicherheit bleiben die Patienten bis dahin weiter so weit möglich auf Einzelzimmern und tragen weiterhin Mundschutz. Das Personal ist weiterhin durch Mund-Nasen-Schutz geschützt, in den kritischen Bereichen mit der nach Vorgaben des Robert-Koch-Institutes erforderlichen persönlichen Schutzausrüstung. Besuche sind weiterhin nicht erlaubt. Nur Väter können weiterhin bei der Geburt ihrer Kinder dabei sein. Die Tests erfolgten nach den Richtlinien des Robert-Koch-Institutes.

Hintergrund:
Zwei Beschäftigte des Klinikums Wolfsburg hatten sich von sich aus gemeldet, weil sie entweder Kontakt zu einem positiv getesteten Menschen hatten oder selbst Symptome verspürten. Es wurde sofort ein Abstrich gemacht, der positiv war. Infolgedessen hatte der Krisenstab der Stadt Wolfsburg in Zusammenarbeit mit dem eigenen Krisenstab des Klinikums zahlreiche Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen in die Wege geleitet und umgesetzt. Noch in der Nacht zu Montag wurden alle Patienten und im Verlauf des Montags auch das Personal getestet. Das Landesgesundheitsamt sowie Sozial- und Innenministerium des Landes Niedersachsen unterstützen die Stadt Wolfsburg, die Laborkapazitäten zu erweitern und die erforderlichen Tests durchzuführen.

Am Klinikum Wolfsburg wurden als erste Reaktion seit Sonntagabend keine neuen Patienten aufgenommen. Sie wurden auf umliegende Krankenhäuser verteilt.