Mit einer "Riesen-Flex" werden die Balkone abgetrennt und per Kran herunter gelassen / Foto: © Hans-Dieter Brand

Bauarbeiten im Plan!
Wolfsburg (WB/resch) – In den vergangenen Wochen war schon mehrfach über die Revitalisierung der beiden markanten Hochhäuser „Don Camillo & Peppone“, die als Wahrzeichen des Ortsteils Detmerode gelten, berichtet. Die Neuland-Wohnungsgesellschaft entkernt die Gebäude und der Rohbau der beiden Hochhäuser erhält einen neuen, modern Mantel.

Am 2. April wurde die erste Balkonbrüstung von dem kleineren der Gebäude, „Peppone“,  abgetrennt – für den Ablauf ein echter Meilenstein, zumal auch technisch alles genau wie geplant geklappt hat, erklärt Pressesprecherin Janina Thom nicht ohne Stolz.  Die Brüstung wird erst gesichert, dann mit einer großen Säge abgetrennt und per Kran bis zu 13 Stockwerke nach unten transportiert. In den kommenden Monaten werden die 13 und 23 Stockwerke hohen Gebäude komplett entkernt, und die Schadstoffe gesondert entsorgt. Im Anschluss werden die Gebäude nach Plänen des Architekten Chris Doray aus Vancouver um den bestehenden Rohbau wiederaufgebaut. Dabei erhalten die Gebäude ringsum eine von außen neu vorgestellte Balkonkonstruktion aus Metallelementen, die in die Fassade integriert wird. Weil die Fassade vor den bestehenden Rohbau gestellt wird, kann damit der Wohnraum erweitert werden.

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Ein Kran lässt die abgetrennten teile herunter / Foto: © Hans-Dieter Brand

Durch diese Sanierung können nicht nur zwei prägende Hochpunkte im Stadtbild bestehen bleiben. Der Erhalt des Rohbaus spart auch sogenannte "graue Energie", weil der Aufwand für Abbruch und Entsorgung sowie für Produktion, Transport und Aufbau von neuem Baumaterial entfällt
Der Architekt aus Vancouver arbeitet weltweit und ist Experte auf dem Gebiet der Hochhausplanung.
Besonders spannend wird demnach auch die neue Fassade aussehen: Hier sind Metallelemente geplant, die eine automobile Anmutung vermitteln werden. Das Design der beiden Gebäude wird so ein einzigartiger Hingucker bei der Anfahrt auf die Autostadt Wolfsburg. Die CO2-Emissionen werden durch die Revitalisierung um über 70 Prozent gesenkt, die sanierten Gebäude erreichen KfW-Energieeffizienz 55.