Freibäder öffnen / Foto: jacqueline macou/Pixabay

Wie sich die Corona-Beschränkungen auf den Betrieb der Bäder auswirken
Wolfsburg (WB/resch) - Nun ist es soweit, die Freibadsaison beginnt! Allerdings mit jeder Menge Veränderungen: ohne Abstandsregeln und Einschränkungen geht es leider nicht. Am Dienstag gab es eine Demonstration, wie ein Freibadbesuch jetzt aussehen sollte bei einem Rundgang mit Stadträtin Monika Müller im VW-Bad.

 

Oberbürgermeister Klaus Mohrs freut sich, dass die Bäder jetzt eröffnen. Vor drei Wochen habe man noch nicht dran denken können und nun geht es los. Auch Stadträtin Müller betont den hohen Stellenwert der Wolfsburger Bäder. Sie erklärt, dass der Betrieb in diesem Jahr nicht wirtschaftlich sinnvoll ist, sei von vornherein klar. Mit der Tatsache müssen wir leben.
Es gibt ein festgelegtes Konzept an das sich die Besucher halten müssen. In den drei Freibädern und auch im Hehlinger Wasserpark gibt es eine festgelegte Höchstanzahl an Besuchern. Gäste müssen ihre Tickets vorab kaufen und am Eingang zum Freibad einen amtlichen Lichtbildausweis vorzeigen. Gültigkeit haben die Tickets für einen Zeitraum von zwei bis drei Stunden, danach werden die Anlagen für jeweils eine Stunde durch die Mitarbeiter des Bades gereinigt und desinfiziert
Harte Sitten: kalt abspülen
Warmwasser-Duschen müssen lt. Vorgabe der Landesregierung zu bleiben. Und die Duschen sind nur zum Abspülen und nicht zum Einseifen geöffnet, erklärt Stadträtin Müller. Bei der Anzahl der zur Verfügung stehenden Warmwasser-Duschen würden zwangsläufig schnell Schlangen entstehen und auch Wände und Armaturen sind mögliche Infektionsherde.
Für die Umkleiden steht extra Personal bereit. Die Taschen der Gäste werden von ihnen in Schränke sortiert und es wird dafür gesorgt, dass es in den Kabinen keinen Stau gibt.

Und dann kann er beginnen, der SchwimmSpaß. "Im Wasser ist die Übertragbarkeit des Virus eher gering“, versichert die Stadträtin. Um mehr Platz für die Badegäste zu lassen, beheizt das VW-Bad momentan auch das Springerbecken: Jetzt hat es 21 Grad. Der Sprungturm ist vorerst gesperrt. Die Gefahr, dass sich hier Schlangen bilden ist zu groß

Die Rutsche im Nichtschwimmerbecken ist geöffnet. Hier hoffen die Mitarbeiter des Freibads darauf, dass die Eltern beim Einhalten der Abstände helfend eingreifen. Sollte ein Besucher Not geraten, sind die Rettungsschwimmer da und in dem Falle müsse sich dann auch nicht um die Abstandsregeln gesorgt werden, erläutert Monika Müller die Regularien für Notfälle.

Die Gastronomie hat geöffnet, so dass für Speisen und Getränke gesorgt ist. Auf der Wiese können sich die Besucher frei aufhalten. Die Liegewiese in Parzellen aufzuteilen ist hoffentlich nicht notwendig. Die Besucher können sich dort gut verteilen. Bislang wurden insgesamt knapp 1000 Karten verkauft. Da ist also noch "Luft nach oben"