Geschäftsführender Vorstand cmt Wolfsburg e.V. / Foto: cmt

Die Wolfsburger Händlerschaft braucht dringend verkaufsoffene Sonntage im 3. und 4. Quartal des Corona-Katastrophenjahrs 2020
Wolfsburg (WB/cmt Wolfsburg) - Der Vorstand des cmt Wolfsburg e.V. hat sich in seiner Vorstandssitzung intensiv mit der aktuellen Lage des Einzelhandels, der Hotellerie und Gastronomie beschäftigt.

Der Vorstand des cmt Wolfsburg e.V. stellt die klare Forderung auf, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für die Durchführung eines verkaufsoffenen Sonntages im Corona-Jahr 2020 stark gelockert werden müssen, ansonsten drohen dauerhafte Substanzverluste in der Innenstadt.

Grundsätzlich sind verkaufsoffene Sonntage sowohl für das allgemeine Innenstadterlebnis als auch für die Händlerschaft von großer Bedeutung. Zur Eindämmung der Pandemie sind Veranstaltungen in der Innenstadt jedoch bis Herbst nicht erlaubt.
   • die gesetzlich erlaubten verkaufsoffenen Sonntage müssen daher zwingend in den Monaten Oktober, November und vor allen Dingen im Dezember möglich sein. Die aktuelle Gesetzeslage in        Niedersachsen schließt eine Sonntagsöffnung an Advents- und kirchlichen Sonntagen im Dezember aus. Das Weihnachtsgeschäft ist aber der stärkste Einzelhandelsmonat und die einzige Chance für den lokalen Handel im Corona-Jahr 2020 seine teilweise existenzbedrohenden Umsatzrückgänge zu minimieren.
  • die Bedingung, dass ein Anlass für den verkaufsoffenen Sonntag vorhanden sein muss, sollte allein aus dem Grund des Infektionsschutzes für 2020 vom Land Niedersachsen aufgehoben werden. Die aktuelle Situation belastet die Unternehmen derart, dass eine wirtschaftliche oder inhaltliche Unterstützung der öffentlichen oder privaten Veranstalter von Anlässen ausgeschlossen ist. Auch würde dadurch die formale Prüfung durch die Genehmigungsbehörde wegfallen.

"Handel, Gastronomie und Tourismus leben in einer sehr engen Symbiose. Ohne den Handel und die gastronomischen Angebote ist keine Stadt lebendig. Touristen und auch die Einwohner wollen aber eine lebendige Stadt erleben und bewohnen. Ohne Handel und Gastronomie verfällt die Attraktivität der Stadt und es drohen dauerhafte Substanzverluste. Das unterstützt nicht den Anspruch der Stadt Wolfsburg, eine touristische Destination zu sein", so Christoph Neumann, Vorstand des cmt e.V. und General Manager des Courtyard by Marriott Wolfsburg.
"Der Handel befindet sich in einer existenziellen Notlage. Politik und Verwaltung, Wirtschaft wie auch alle anderen gesellschaftlichen Gruppen haben ein absolutes Interesse daran, unseren Handel und unsere Gastronomie am Leben zu halten. Es geht um Arbeitsplätze, es geht um berufliche und private Existenzen, es geht um die Zukunft unserer Stadt. Daher sollten wir alle Möglichkeiten zur Unterstützung des Handels in Wolfsburg ergreifen“, so der Vorstandsvorsitzende des cmt Wolfsburg e.V Matthias Lange.