Mediziner / Foto: Darko Stojanovic/Pixabay

Wolfsburg (WB/resch) - Es war eigentlich nicht anders erwartet worden, der Corona-Krisengipfel im Kanzleramt am Mittwoch war nicht von der erhofften „Durchschlagskraft“. Kanzlerin Merkel tat ihr Möglichstes. Allein die Tatsache, dass die Ministerpräsidenten persönlich in Berlin anwesend waren, war ein starkes und deutliches Signal.

In den letzten vier Monaten war die Bund-Länder-Runde nur virtuell zusammen gekommen. Und wer schon an Videoschalten teilgenommen hat, kennt die Nachteile und Unwägbarkeiten solcher digitalen Zusammenkünfte. Wer eine bessere Verständigung – wenn man sich direkt in die Augen schaut – erhofft hatte, wurde allerdings enttäuscht.

Auch wenn Kanzleramtschef Braun wohlweislich darauf verzichtet hatte, absehbar strittige Stellen mit konkreten Zahlen zu benennen, schieden sich die Geister recht bald. Die Teilnehmer bei Familienfeiern, Obergrenzen für Veranstaltungen in Risikogebieten wurden nicht mit konkreten Zahlen unterlegt angesprochen. Ganz zu schweigen von einer allgemeinen Regelung der sogenannten Beherbergungsverbote.

Sehr deutlich war allerdings die Mahnung, dass Entscheidungen, die zu treffen seien, von „historischer Dimension“ wären und das Staaten, die die Pandemie besser beherrschten als andere, auch nach der Krise wirtschaftlich besser dastehen würden.

Die Landesfürsten lieferten sich trotz der deutlichen Warnungen Machtkämpfe das Beherbergungsverbot und die Risikogebiete betreffend, ganz so, als gäbe es keine echten Sorgen. Pragmatische Lösungen hatten es extrem schwer auch nur gehört zu werden, wie überhaupt das einander Zuhören offenbar nicht unbedingt angesagt war.

Bei dem einen oder anderen stellt sich an der Stelle wahrscheinlich schon die Frage, ob es denn wirklich so schlimm ist, denn in Anbetracht der Situation geht man doch davon aus, dass unsere Politiker Animositäten zurückstellen, wenn es darum geht, wie unser ganzes Volk, unsere Volkswirtschaft aus dieser Krise heraus kommt.

Der sehr eindringliche und mit Fakten unterlegte Vortrag des Infektiologen Michael Meyer-Hermann aus Braunschweig, der sehr deutlich über Kontrollverlust und exponentielles Wachstum der Infektionen sprach war eindrucksvoll, brachte jedoch nicht die erhofften Schritte zu gemeinschaftlichem Herangehen, geschweige denn gemeinsame Entschlüsse.

Die Kanzlerin war unüberhörbar skeptisch und kam zu dem Schluß: „Es reicht einfach nicht.“

Nun darf sich jeder seine ganz eigenen und privaten Gedanken darüber machen, wie schlimm es denn wirklich ist. Fakt bleibt allerdings, dass Covid-19 tückisch und sehr gefährlich ist. Sicher nicht für alle, aber eben für einen Teil der Menschen.

Abstand halten minimiert das Risiko sich anzustecken. Es sollte auch der Letzte mittlerweile begriffen haben, wie man sich die Hände so wäscht, dass möglichst keine Viren überleben.  Maske tragen schützt vor Übertragung der tückischen Viren und auch häufiges Lüften gehört zu den Dingen die jeder recht einfach umsetzen kann.

Wenn jeder Einzelne an sich selbst denkt, ist letztlich an alle gedacht.

Wir sollten vielleicht mit dem angezeigten und notwendigenPragmatismus an die Sache heran gehen und die aufgezählten Dinge einfach tun – ohne Diskussion - alle und sofort. Das kann Jeder ohne großen Aufwand .. und so viel sollte uns allen doch unser aller Gesundheit und letztlich auch unser angenehmes Leben wert sein.

    Abstand       

        Abstand halten

 

Hygiene

        Hände waschen

 

Maske       

         Maske auf

 

fenster

        Lüften

 

ist ganz einfach und bringt viel – für uns alle!