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Deshalb Corona-Einschränkungen:
Kontakte beschränken
Freizeitaktivitäten herunterfahren
Kultureinrichtungen und Gastronomie schließen
Wolfsburg (WB/resch) - Um eine unkontrollierbare Ausbreitung der Epidemie zu verhindern muss jetzt mit aller Konsequenz gehandelt werden. Wie Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Mittwochabend sagte, ist derzeit bei 75 bis 80 Prozent aller Infektionen deren Ursprung nicht genau bekannt. Weil: „Es droht ein Gesundheitsnotstand von nationaler Tragweite“


Bund und Länder einigten sich angesichts steigender Infektionszahlen darauf, dass die neuen Regeln bereits ab dem kommenden Montag und für den gesamten November gelten sollen.

Wenn man nichts tue, so Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), sehe man sich zu Weihnachten in Situationen, die man auf jeden Fall verhindern wolle. Derzeit verdoppelten sich innerhalb einer Woche die Zahlen der Infizierten. Da nur eine radikale Einschränkung der Kontakte ein Absinken der Neuinfektionen verspricht, müssen wir alle gemeinsam diese Einschränkungen mittragen und ertragen um wesentlich schlimmere Entwicklungen dieser sogenannten 2. Welle abzuwenden.

Um die finanziellen Auswirkungen abzumildern sind Entschädigung für kleine Betriebe geplant.
Betriebe mit bis zu 50 Beschäftigten sollen bis zu 75 Prozent ihres monatlichen Umsatzes als Entschädigung erhalten. Das gelte auch für Solo-Selbstständige wie Künstler.
Die neuen Regelungen treten in Niedersachsen am 2. November in Kraft. 

Wegen der Corona-Ausfälle werde es auch eine Verlängerung der Regelstudienzeit für Studierende in Niedersachsen geben.
Die Kanzlerin sprach von harten und belastenden Maßnahmen. Doch man brauche jetzt im November eine befristete „nationale Kraftanstrengung“.
Im November soll generell gelten, dass sich nur noch maximal zehn Personen aus zwei Haushalten gemeinsam in der Öffentlichkeit aufhalten dürfen. Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen sollen von den Ordnungsbehörden mit Bußgeldern streng geahndet werden.
Feiern mit mehr als zehn Personen aus zwei Haushalten werdenr als „inakzeptabel“ eingestuft, auch wenn diese in Wohnungen oder privaten Einrichtungen stattfinden.

Es werden praktisch alle Freizeiteinrichtungen geschlossen. Neben Restaurants, Bars und Kneipen auch Kinos, Theater, Konzerthäuser, Schwimmbäder, Fitness-Studios, Saunen, Spielhallen, Casinos und Prostitutionsstätten. Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoo-Studios sollen ebenfalls schließen.

Freizeit- und Amateursportbetrieb wird eingestellt. Sport kann lediglich als Individualsport allein, zu zweit oder mit Personen aus dem eigenen Hausstand getrieben werden.

Nicht unbedingt notwendige private Reisen und Besuche – auch wenn sie zu Verwandten führen – sind zu unterlassen. Das gilt auch für Tagesausflüge.
Übernachtungsangebote im Inland werden nur noch für nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt.

In der Fußball-Bundesliga wird es wieder Geisterspiele geben.

Schulen und Kindergärten allerdings sollen auch im November verlässlich geöffnet bleiben.
Der Groß- und Einzelhandel bleibt geöffnet.
Gottesdienste bleiben erlaubt.