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Inzidenzwert 100 überschritten: Schulen und Kindertagesstätten wechseln teilweise in das Szenario B
Wolfsburg (WB/Stadt Wolfsburg) - Am Freitag, 20. November 2020 wurde in der Stadt Wolfsburg erstmals der Inzidenzwert (Anzahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen) von 100 überschritten. Beim Überschreiten dieser Grenze sieht die Landesregierung in der derzeit geltenden Verordnung entsprechende Maßnahmen für Schulen und Kindertagesstätten vor, an denen eine Corona-Infektion auftritt.Die betroffenen Einrichtungen wechseln dann in den vom Kultusministerium eingeteilten Szenarien von A nach B, also in einen strengeren Modus.

Das Gesundheitsamt ordnet dazu Infektionsschutzmaßnahmen an: Eine Infektionsschutzmaßnahme kann beispielsweise eine Quarantäne für eine bestimmte Gruppe sein. Die Maßnahmen folgen einem Automatismus, das heißt, wenn der 7-Tages-Inzidenzwert größer als 100 ist und eine Infektionsschutzmaßnahme angeordnet ist, bedeutet das zugleich, dass die betroffenen Einrichtungen in das Szenario B übergehen. Zwischenzeitlich können Testungen nach dem neuen Verfahren zu Testungen erfolgen. Wichtig ist, dass ein negativer Test nicht dazu führt, dass eine Quarantänepflicht Endet, diese gilt weiterhin.


Verfahren bei Schulen:

Ist oder wird an einer Wolfsburger Schule eine Infektionsmaßnahme vom Gesundheitsamt verhängt (wie zum Beispiel eine Quarantäne), wechselt die gesamte Schule in das Szenario B. Dies gilt auch, wenn die Infektionsschutzmaßnahme nur einen Teil der Schule wie eine Klasse oder eine Lerngruppe betrifft. Das Szenario B läuft in der jeweiligen Schule 14 Tage, danach kehrt die Schule wieder in den Regelbetrieb zurück – es sei denn, das Gesundheitsamt verhängt innerhalb dieser 14 Tage eine weitere Infektionsschutzmaßnahme. In diesem Fall beginnt die 14-Tagefrist des Szenario B von vorne.

Das Szenario B (Schule im Wechselmodell) bedeutet, dass der Unterricht an den betroffenen Schulen für die Dauer von 14 Tagen in geteilten Lerngruppen stattfindet. Die Schülerinnen und Schüler befinden sich also abwechselnd in Gruppen (mit maximal 16 Personen) in der Schule oder im Homeschooling.

Die Schule entscheidet eigenverantwortlich über die Art des Wechselmodells (zum Beispiel stunden-, tage- oder wochenweiser Wechsel). Für die Zeiten zu Hause werden die Schülerinnen und Schüler seitens der Schule mit Aufgaben und Lernplänen versorgt.

An offenen Ganztagschulen findet während des Szenario B kein Nachmittagsangebot statt. Gebundene Ganztagsangebote können unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregel weiterhin stattfinden.

Für Kinder der Jahrgänge 1-6, von denen ein Elternteil in einer betriebsnotwendigen Stellung tätig ist, gibt es eine Notbetreuung in den Schulen. Näheres erfahren betroffene Eltern in bzw. von den Schulen.

Für Schulen, die nicht von Infektionsschutzmaßnahme des Gesundsamts betroffen sind, geht der Unterricht wie gewohnt im eingeschränkten Regelbetrieb weiter.


Verfahren bei Kindertagesstätten:

In Kindertagesstätten wird ebenso wie in Schulen verfahren:Ist oder wird in einer Wolfsburger Kindertagesstätte eine Infektionsmaßnahme vom Gesundheitsamt verhängt (wie zum Beispiel eine Quarantäne), wechselt die gesamte Einrichtung ebenfalls für 14 Tage in das Szenario B. Dies gilt auch, wenn die Infektionsschutzmaßnahme nur einen Teil der Einrichtung wie eine einzelne Gruppe betrifft. Das Szenario B läuft in der jeweiligen Kindertagesstätte 14 Tage, danach kehrt die Einrichtung wieder in den Regelbetrieb zurück – es sei denn, das Gesundheitsamt verhängt innerhalb dieser 14 Tage eine weitere Infektionsschutzmaßnahme. In diesem Fall beginnt die 14-Tagefrist des Szenario B von vorne.


Im Szenario B befinden sich die Kindertagesstätten im eingeschränkten Kita-Betrieb. Dort gilt das Prinzip der strengen Gruppentrennung, eine Durchmischung der einzelnen Gruppen ist untersagt. Zudem gibt es keine Früh- und Spätdienste, die Kinder werden im Zeitraum ihrer vereinbarten Betreuungszeit (halbtags, dreivierteltags, ganztags) betreut. Gestaffelte Bring- und Abholzeiten sollen die Situation vor Ort entspannen.


Für Kindertageseinrichtungen, die nicht von Infektionsschutzmaßnahme des Gesundsamts betroffen sind, geht der gewohnte Regelbetrieb weiter.


Weitergehende Informationen:

Im Internet auf der Seite www.wolfsburg.de/corona finden sich unter der Überschrift "Kitas & Schulen" umfangreiche Informationen zu diesem Thema. Fragen beantwortet das Servicecenter der Stadt Wolfsburg unter der Rufnummer 115 montags bis freitags von 7:00 bis 18:00 Uhr.


Aktuelle Maßnahmen des Gesundheitsamtes an Wolfsburger Schulen und Kindertageseinrichtungen  - Stand 23.11.2020, 15:00 Uhr

Kindertageseinrichtungen

Die "Löwengruppe" in der Katholischen Kita Marien in Sülfeld bleibt bis einschließlich 26.11. geschlossen. Die weiteren Kindergarten- und Krippengruppen wechseln bis einschließlich 26.11 in den eingeschränkten Betrieb.
In der "Schmetterlingsgruppe" im Städtischen Kinder- und Familienzentrum Vorsfelde bleiben die Kinder bis einschließlich 27.11. in Quarantäne. Alle weiteren Kita- und Krippengruppen wechseln bis einschließlich 27.11. in den eingeschränkten Betrieb.
In der Städtische Kita in der City bleiben drei Krippengruppen bis einschließlich 27.11. geschlossen. Der Kindergarten wechselt bis einschließlich 27.11. in den eingeschränkten Betrieb.
Die "Giraffengruppe" in der Katholischen Kita St. Elisabeth bleibt bis einschließlich 01.12. geschlossen. Die restliche Kita bleibt präventiv bis einschließlich 25.11. geschlossen.
Die Kindergartengruppe "Hasen" in der Kindertagestätte St. Petrus ist bis einschließlich 27.11. geschlossen. Die weiteren Gruppen wechseln bis einschließlich 27.11. in den eingeschränkten Betrieb.
In der DRK Kindertagestätte Hattorf sind die Kinder aus der "Grashüpfergruppe" noch bis einschließlich 24.11. in Quarantäne. Die Krippengruppe "Raupen" bleibt aufgrund fehlenden Personals bis einschließlich 24.11. zu Hause.
In der Krippengruppe "Zwerge" der DRK Kita Fallersleben West bleiben die Kinder und pädagogischen Mitarbeiter*innen bis zum 24.11.2020 in Quarantäne. Da sich auch pädagogische Mitarbeiter*innen der Krippengruppe "Frösche" in Quarantäne befinden, bleibt auch diese Gruppe bis auf weiteres geschlossen. Die Kindergartengruppen sind geöffnet, es kann aber nur eine eingeschränkte Betreuung angeboten werden.
In der Städtischen Kita an den Teichen wird die Quarantäne für drei Kindergartengruppen bis einschließlich 27.11. verlängert, . Alle anderen Gruppen wechseln bis zum 27.11. in den eingeschränkten Betrieb.

Schulen

Der vierte Jahrgang der Grundschule Wendschott befindet sich in Quarantäne, vier weitere Klassen befinden sich im Distanzlernen – beide Maßnahmen gelten bis einschließlich 03.12. Für alle im Präsenzunterricht anwesenden Klassen gilt ab dem 24.11. das Szenario B.
In der Grundschule am Drömling, Standort Altstadt, ist die Klasse 3a in Quarantäne. Alle anderen Klassen des Schulstandortes wechseln am 24.11. ins Szenario B.
Die gesamte Grundschule Regenbogen wechselt ab dem 24.11. ins Szenario B.
Der zweite Jahrgang der Evangelischen Waldschule Eichelkamp ist bis einschließlich 4.12. in Quarantäne. Der Rest der Schule wechselt ab 24.11. ins Szenario B.
Die Klasse 5b der Hauptschule Vorsfelde ist in Quarantäne, die Dauer ist noch in Klärung. Alle anderen Klassen der Schule wechseln ab dem 24.11. ins Szenario B.
Der 13. Jahrgang des Gymnasiums der Eichendorffschule befindet sich bis einschließlich 02.12. in Quarantäne. Alle anderen Klassen und Jahrgänge des Gymnasium bzw. der Oberstufe wechseln ab dem 24.11. ins Szenario B.
Die Grundschule Heidgarten bleibt bis einschließlich 27.11. komplett geschlossen.
Die Klasse G2 in der Friedrich von Schillerschule Förderschule (Sekundarbereich) befindet sich bis einschließlich 26.11. in Quarantäne.
Die 4. Klasse der Grundschule Schunterwiesen am Standort Hattorf bleibt bis einschließlich 25.11. in Quarantäne. Da die Lehrkräfte, bis die Testergebnisse vorliegen, sich ebenfalls in Quarantäne befinden, müssen die Schüler*innen der Klassen 1-3 bis auf weiteres zu Hause bleiben. Der Standort Heiligendorf ist nicht betroffen.


Allgemeine Hinweise

Bei allen Neuinfektionen prüft das Gesundheitsamt die Kontaktketten der infizierten Personen und beurteilt, ob und welche weiteren Maßnahmen erforderlich sind. Bis zu einer Kontaktaufnahme des Gesundheitsamtes besteht für die betroffenen Schüler*innen sowie Lehrkräfte aufgrund des Infektionsrisikos die Empfehlung, in Form einer Präventivquarantäne zuhause zu bleiben, bis die Überprüfung durch das Gesundheitsamt erfolgt ist.
Werden Testungen angeordnet, werden alle Eltern betroffener Schüler*innen entweder per E-Mail oder telefonisch vom Gesundheitsamt kontaktiert. Dies kann aufgrund der derzeit starken Belastung des Gesundheitsamtes einige Zeit in Anspruch nehmen. Es wird daher darum gebeten, von telefonischen Nachfragen möglichst abzusehen. Die Eltern und Sorgeberechtigten werden außerdem aufgefordert, ihre Erreichbarkeit zu gewährleisten, damit die Tests so zügig wie möglich erfolgen können.
Aufgrund der Auslastung der Labore kann es derzeit bis zu drei Tage dauern, bis die Testergebnisse vorliegen.
Die Stadt Wolfsburg bittet alle Eltern, deren Kinder bislang nicht getestet wurden und die sich in Quarantäne befinden, darauf zu achten, die Kontakte ihres Kindes, ihre eigenen Kontakte und die ihrer Familie mit anderen Personen so weit wie möglich zu reduzieren.
Schulbauliche Aktivitäten werden durch Maßnahmen des Gesundheitsamtes nicht betroffen und können weiterhin durchgeführt werden.