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Wolfsburg (WB/resch) - Am heutigen Mittwoch (2. 12. 20) meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert-Koch-Institut (RKI) 17 270 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden. Das sind rund1400 weniger als in der Vorwoche. Es sind leider auch 487 neue Todesfälle registriert worden - so viele wie nie zuvor. Und die Infektionszahlen bleiben hoch. Um so mehr wird die Entscheidung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) herbeigesehnt.

Gestern versicherte Biontech-Finanzvorstand Sierk Poetting man könne man den auf Vorrat produzierten Impfstoff BNT162b2 wenige Stunden nach der Entscheidung ausliefern. Wenn der Bescheid kommt, dann kann also alles ganz schnell gehen.
Das Mainzer Unternehmen hatte am Montag bei der EMA die Zulassung in Europa beantragt,  wie auch der Konkurrent Moderna. Noch in diesem Monat könnten, die erteilte Zulassung vorausgesetzt, demzufolge die ersten Impfungen erfolgen.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Dienstag dazu: „Unser Ziel ist es, dass bereits im Januar die ersten Risikogruppen und Pflegebeschäftigten geimpft sind“

So etwas zwischen Aufbruchstimmung und Euphorie beginnt sich breit zu machen, doch vor der Normalität, die wir so herbeisehnen, sind noch viele Fragen zu klären:

Steht ausreichend Impfstoff zur Verfügung?
Sind die Impfkapazitäten ausreichend?
Wie hoch ist der Prozentsatz an Impfwilligen?

Es ist definitiv ein Lichtblick, dennoch wird es dauern, bis alle Beschränkungen fallen können, bis wir alle zu einem normalen Leben zurück kehren können. Am ehesten versprechen Hochrechnungen erste Aussagen dazu, wie lange es dauern wird die angestrebte Herdenimmunität in Deutschland zu erreichen. Es wird davon ausgegangen, dass das Land vor einer weiteren Verbreitung des Virus geschützt ist, wenn 65 Prozent der Bevölkerung – also 54 Millionen Menschen – immun sind. Wobei es keine Rolle spielt ob die Immunität durch eine Impfung oder eine überstandene Infektion erreicht wurde.
Erstmals gibt es greifbare Ansätze, dass wir aktiv etwas gegen die Pandemie tun können, das vermittelt neue Zuversicht und macht den Start in das neue Jahr berechenbarer.