Wallboxen erfeuen sich immer größerer Beliebtheit und werden derzeit vom Bund gefördert / Foto: Auto Plus

Wolfsburg (WB/Auto Plus) - Damit der Umstieg auf die Elektromobilität funktioniert, braucht Deutschland ausreichend Ladepunkte für Elektrofahrzeuge. Aus diesem Grund fördert der Bund über die Förderbank KfW private Ladepunkte mit einem pauschalen Betrag von 900 Euro. Dies hat mit Beginn der Förderung am 24.11.2020 dazu geführt, dass das OnlinePortal der KfW permanent überlastet ist.

Mit Ladestationen, auch Wallboxen genannt, kann man zu Hause und bei der Arbeit sicher und günstig sein Elektroauto laden. „Ich brauche 30 Sekunden um meinen Wagen zu laden – 15 Sekunden abends und 15 Sekunden morgens, um den Stecker ein- und auszustecken“, so Cord Hecker aus der Geschäftsleitung von AUTOPLUS, welche schon mehr als 500 solcher Wallboxen vermarktet haben.
„Das Verhalten beim Laden eines Elektro-Autos ist deutlich anders als beim Tanken eines Verbrenners. Ich lade das Fahrzeug, wenn es ohnehin eine längere Zeit steht - also zu Hause oder beim Arbeitgeber“, beschreibt Hecker die Veränderung im täglichen Gebrauch eines Stromers.

Die viel diskutierten Schnellladestationen sind meist nur relevant, wenn esauf der Langstrecke, wie bei einer Urlaubsreise, schnell weitergehen soll. Die Bundesregierung hat sich im Masterplan Elektromobilität daher entschlossen, die Installation von Ladestationen mit 900 Euro pro Ladepunkt für Privathaushalte und Immobilieneigentümer zu fördern. Bedingung hierbei ist, dass es sich um ein intelligentes Gerät handelt, welches in die Steuerung des Stromversorgungsnetzes eingebunden werden kann. Außerdem muss die Station mit 100% Ökostrom betrieben werden.
„Bei der Auswahl und Installation einer Wallbox sind weitere Dinge zu beachten, denn Elektroautos selbst gleicher Hersteller laden unterschiedlich.
Auch die Anschlussbedingungen der Hauselektrik müssen berücksichtigt werden“, erklärt Lutz Hartmann, Elektromeister bei AUTOPLUS. Eine hochwertige und förderfähige Wallbox inklusive Installation, Prüfung und Anmeldung sei laut Lutz Hartmann aber schon für 1.500 Euro zu haben. So bliebe abzüglich der Förderung nur noch ein Eigenanteil von 600 Euro übrig.
Aber natürlich gibt es auch teurere Ladestationen, welche per App gesteuert werden können, mehrere Ladepunkte aufweisen oder die Abrechnung von Strom an den Arbeitgeber ermöglichen.
Die Anzahl der Anfragen hat sich seit dem Förderaufruf vervielfacht. Es bleibt abzuwarten, wie lange der Fördertopf bei dieser Nachfrage und der aktuell gesenkten Mehrwertsteuer ausreicht.