Foto: Planetarium Wolfsburg

Glanzvolle Momente trotz Corona
Wolfsburg (WB/Plantarium Wolfsburg) - Niedersachsens größtes Planetarium musste aufgrund der Ausbreitung von COVID-19 dieses Jahr insgesamt sechs Monate schließen. Geschäftsführer Dennis Weilmann und Prokuristin Eileen Pollex blicken trotz der besonderen Herausforderungen, vor die sie in diesem Jahr gestellt wurden, auf die positiven Momente zurück.

„Erfreulich war, dass wir nach der Schließung schnell in die digitale Erstellung und Kommunikation von Inhalten gefunden haben: So haben
wir einen Instagram-Kanal eingerichtet, der Wolfsburger Weltraumwolf hat als Malvorlage zahlreichen Kindern im ersten Lockdown
willkommene Ablenkung geboten, und mit unterhaltsamen wie lehrreichen Video-Formaten, wie „Science in a dome“ oder dem „AstroAdvent“ haben wir Zuschauerinnen und Zuschauer über unsere Homepage und die sozialen Medien direkt aus der Planetariumskuppel
erreicht“, erklärt Prokuristin Eileen Pollex.

Weilmann ergänzt: „Insbesondere die Teilnahme an der Phaenomenale, die das Planetarium mit einem eigens dafür entwickelten Online- sowie Live-Quiz, die gesamte Festivaldauer über begleitet hat, sowie die Durchführung einer Geocaching-Tour im Rahmen der diesjährigen World Space Week, waren innovativ und erfolgreich und sind definitiv als Highlights unserer diesjährigen Arbeit zu sehen.“

Nach deutlich angepassten Besuchsbedingungen wurde auch die Wiedereröffnung des Hauses Anfang Juli von den Besucherinnen und
Besuchern positiv angenommen. Auch mit deutlich eingeschränkten Platzkapazitäten war die Auslastung den Umständen entsprechend gut
bis sehr gut. „Nichtsdestotrotz haben wir coronabedingt im Vergleich zum letzten Jahr knapp 35.000 Besucherinnen und Besucher weniger zu
verzeichnen“, resümiert der Geschäftsführer.

Trotz Verlusten mit Blick auf Besucherzahlen und Umsätze kann das Planetarium das Wirtschaftsjahr 2020 aber mit einem positiven Ergebnis
abschließen, eine Nachricht, die Anlass zur Hoffnung gibt. Weilmann erklärt, dass das Unternehmen hierbei von der frühen und konsequenten
Anwendung der Kurzarbeit profitiert hat, die auch im nächsten Jahr beibehalten werden muss.

Nach der Zustimmung des Rates wird der 24 Jahre alte analoge Sternenprojektor – das technische Herzstück der Kuppel – im nächsten
Jahr auf eine moderne und energieeffiziente LED-Beleuchtung umgerüstet. „Danach überzeugt das Gerät wieder für die nächsten 25 Jahre mit funkelnden Sternen und einem samtig-schwarzen Nachthimmel, wie er in Niedersachsen nur noch ganz selten zu finden ist“, so Weilmann. Dem Wolfsburger Planetarium und seinen Gästen stehen damit 2021 hoffentlich glanzvolle Zeiten bevor.