Die Bundesregierung unterstützt den Umbau eines ehemaligen Volkswagen Werks in Südafrika in ein temporäres Krankenhaus. / Foto: Volkswagen AG

Medizinische Einrichtung kann bis zu 4.000 Covid-19-Patienten aufnehmen
Volkswagen Group South Africa hat von der Bundesregierung 5,2 Mio. Euro für die Einrichtungskosten erhalten
Das Eastern Cape Department of Health wird das Krankenhaus in Kooperation mit der Nelson Mandela Bay Municipality betreiben und verwalten
Wolfsburg/Uitenhage (WB/Volkswagen AG) - Um die kommunale Regierung in Nelson Mandela Bay bei der Versorgung von Covid-19-Patienten zu unterstützen, hat die Volkswagen Group South Africa (VWSA) ihr ehemaliges Werk in Port Elizabeth als temporäre medizinische Einrichtung zur Verfügung gestellt.

Das Werk in Neave, das derzeit nicht in Betrieb ist, wird künftig als Krankenhaus genutzt. Sobald die 66.000 Quadratmeter große Einrichtung voll funktionsfähig ist, kann sie bis zu 4.000 Betten für Patienten mit dem Covid-19-Virus aufnehmen. Dies schließt auch Patienten mit akuter Pflegebedürftigkeit ein, die dringend Sauerstoff benötigen.

Die Volkswagen Group South Africa hat von der Bundesregierung 5,2 Mio. Euro für den Aufbau der medizinischen Anlage erhalten. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat die finanzielle Unterstützung im Rahmen des develoPPP.de Programms genehmigt. Die Förderung wird durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) koordiniert. Die Volkswagen Group South Africa investiert 1,37 Mio. Euro in das Projekt. Außerdem übernimmt die Volkswagen Group South Africa das Projektmanagement für den Umbau der Einrichtung sowie das Beschaffungsmanagement der Persönlichen Schutzsausrüstung (PSA).

„Solidarität ist in einer Krise von entscheidender Bedeutung – und Covid-19 ist eine beispiellose globale Bedrohung“, sagte Thomas Schäfer, CEO Volkswagen Group South Africa. „Durch die Zusammenarbeit werden wir in der Lage sein, die Position der Stärke zu erreichen, die wir für die Bekämpfung des Covid-19-Virus brauchen. Die Volkswagen Group South Africa hat die Zeit genutzt, um innovative Wege zu finden, wie wir die Region auf die Versorgung der Infizierten vorbereiten können. Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung des BMZ und der GIZ, da sie uns helfen wird, weiterhin Hilfen zum Schutz unserer Bürger und unseres Landes anzubieten.“

Die Fabrik wird der örtlichen Regierung bis März 2021 zur Verfügung gestellt. Währenddessen sind das Department of Health und die Nelson Mandela Bay Municipality für die Verwaltung und den täglichen Betrieb der Anlage verantwortlich. Die Nelson Mandela Bay Business Chamber kümmert sich darum, das Projekt zu vereinfachen und weitere Unterstützung der Mitglieders zu erhalten.

Nachdem alle Parteien die Vereinbarung unterzeichnet haben, soll die medizinische Einrichtung nun schrittweise fertiggestellt und der örtlichen Regierung übergeben werden, sobald sich der medizinische Bedarf in der Region entwickelt. In der ersten Phase, die ungefähr sechs bis acht Wochen umfasst, kann das Krankenhaus bis zu 1.484 Patienten aufnehmen. Die Vereinbarung ist die jüngste Initiative der Volkswagen Group South Africa, um die globale Covid-19-Pandemie zu bekämpfen. In Zusammenarbeit mit weiteren lokalen Unternehmen hat Volkswagen auch an der Herstellung von Beatmungsgeräten, Atemschutzgeräten und Masken gearbeitet. Außerdem hat der Konzern die Wirtschaftskammer und die Metro kontinuierlich dabei unterstützt, die medizinische Versorgung in Nelson Mandela Bay weiter zu stärken.