Ausrüstung zum Schutz vor Corona: Seit März trafen jede Woche Lieferungen mit Medizin-Gütern aus China in Deutschland ein. / Foto: Volkswagen AG

Corona-Hilfen: 40-Millionen-Euro-Spende des Volkswagen Konzerns mit medizinischem Material komplett in Deutschland angekommen.
Ministerpräsident Stephan Weil: „Die Landesregierung weiß diesen Einsatz für Niedersachsen außerordentlich zu schätzen.“
Personalvorstand Gunnar Kilian: „Unsere Mannschaft hat Großes geleistet.“
Leiter Außenbeziehungen Dr. Thomas Steg: „Für Volkswagen ist es eine Selbstverständlichkeit zu helfen.“
Wolfsburg (WB/Volkswagebn Group News) - Das medizinische Material, das der Volkswagen Konzern im Rahmen seiner Corona-Hilfen spendet, ist vollständig in Deutschland angekommen. Die letzte Tranche wurde jetzt von China nach Deutschland transportiert.

Insgesamt umfasst die Spende knapp zehn Millionen Schutzmasken, sechs Millionen Paar Einweghandschuhe, 300.000 Schutzanzüge, 200.000 Schutzbrillen, 10.000 Infrarot-Messpistolen und 250.000 Liter Desinfektionsmittel.

Der Volkswagen Konzern hatte Mitte März in China medizinische Ausrüstung bestellt, um sie Ärzten und Krankenhäusern in Deutschland zur Verfügung zu stellen. Ein großer Teil wurde bereits in den vergangenen Wochen an die Bundesregierung und das Land Niedersachsen übergeben, die die weitere Verteilung an Krankenhäuser und Ärzte übernehmen.3,4 Millionen Masken, 2,5 Millionen Paar Schutz-Handschuhe, 80.000 Schutzbrillen, 120.000 Schutzanzüge, knapp 4.000 Infrarot-Temperatur-Messgeräte und 140.000 Liter Desinfektionsmittel gingen nach Niedersachsen.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil: „Die Corona-Krise stellt eine gewaltige Herausforderung für unser Land, seine Wirtschaft und die Gesellschaft dar. Viele Aufgaben und Probleme waren im Zuge des bisherigen Krisenmanagements zu bewältigen. Volkswagen hat in dieser kritischen Situation durch großzügige Warenspenden und vielerlei praktische Hilfestellungen seine Verbundenheit mit Niedersachsen zum Ausdruck gebracht. Dafür gilt dem Konzern und den vielen dabei engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern große Anerkennung und herzlicher Dank. Die Landesregierung weiß diesen Einsatz für Niedersachsen außerordentlich zu schätzen.“

Volkswagen Personalvorstand Gunnar Kilian: „Für Volkswagen war von Beginn der Krise an klar, dass wir die öffentliche Gesundheitsversorgung und den herausragenden Einsatz des medizinischen Personals in Deutschland unterstützen wollen. Deshalb haben wir sofort unsere sehr guten, partnerschaftlichen Beziehungen zu China genutzt, um Hilfsgüter in den notwendigen Größenordnungen spenden und organisieren zu können. Zudem haben wir auf freiwilliger Basis auch unser medizinisches Personal freigestellt, um auch so einen Beitrag im Kampf gegen Corona leisten zu können. Ohne den vollen Einsatz unserer Kolleginnen und Kollegen des Gesundheitswesens, unserer Beschaffung, Finanz und Logistik wäre das nicht möglich gewesen. Für diesen Einsatz möchte ich mich bei unserer Mannschaft herzlich bedanken. Sie hat wirklich Großes geleistet.“

Leiter Außenbeziehungen, Dr. Thomas Steg: „Als guter Unternehmensbürger ist es eine Selbstverständlichkeit für Volkswagen zu helfen. Eine Krise von diesem Ausmaß, einmalig in der Geschichte der Bundesrepublik, verlangt von allen besonderes Engagement – Volkswagen hat gerne seinen Teil dazu beigetragen, das Gesundheitswesen zu unterstützen. Mit dieser letzten Lieferung findet eine Kooperation ihren Abschluss, die in beeindruckender Weise aufzeigt, was im Krisenfall gemeinsam für die Gesellschaft erreicht werden kann.“

Darüber hinaus hat Volkswagen das Bundesministerium für Gesundheit über seine Kontakte zu Lieferanten in China beim Ankauf von 100 Millionen Atemschutzmasken unterstützt. Insgesamt transportierte die Volkswagen Konzernlogistik während der Corona-Krise mit ihren Partnern bei 50 Flügen ein Gesamtfrachtvolumen von 8.000 Kubikmetern nach Deutschland. Darin sind die 40-Millionen-Euro-Spende, der Direktbedarf des Bundes und der Eigenbedarf von Volkswagen zum Schutz der Beschäftigten enthalten.

Zudem hat das Unternehmen eine Vielzahl weiterer Hilfen im Rahmen der Corona-Krise geleistet. So hat Volkswagen Südafrika mit Unterstützung der Bundesregierung eine ehemalige Fabrik in Port Elizabeth in eine temporäre Corona-Klinik mit bis zu 3.300 Betten umgebaut. Die Fabrik wurde im ersten Teilabschnitt den örtlichen Behörden nach nur siebenwöchiger Bauzeit Mitte Juni übergeben.

Weitere Aktivitäten waren: Eine Spende von einer Million Euro für Flüchtlingslager in Syrien, der Türkei und Griechenland an das Rote Kreuz und dessen Partner. Volkswagen Group China hat umgerechnet rund 15,5 Millionen Euro an chinesische Krankenhäuser und chinesische Provinzen gespendet. Audi und Porsche haben Hilfsprojekte mit jeweils 5 Millionen Euro unterstützt.

Konzernmarken wie Audi, Bentley, Porsche, Skoda und Volkswagen Nutzfahrzeug stellten Fahrzeuge und Fahrer zur Verfügung. Allein ŠKODA spendete 100 Octavia. Scanias Lkw-Trailer und Fahrer unterstützen beim Verteilen von Hilfsgütern und auch MAN Mitarbeiter verteilten Lebensmittel-Pakete.

Im gesamten Konzern wurden zudem im 3-D-Druck-Verfahren Tausende Gesichtsschilde und -halterungen, Masken und medizinische Geräte - unter anderem bei SEAT und Lamborghini - hergestellt.